[Review] Battle Royale (Live Action)

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Kiryi
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[Review] Battle Royale (Live Action)

Beitragvon Kiryi » 15. Apr 2012, 09:14

Battle Royale - Krank, aber geil!

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Im Folgenden handelt es sich nicht um einen Anime, sondern um einen Live Action Movie...

...ich denke jedoch, dass es trotzdem in diesen Bereich gehört, da es sich um einen Film aus Japan handelt, der irgendwie immer in Verbindung mit Animes und Mangas steht und auch auf zahlreichen Anime-Seiten vertreten ist. Desweiteren wurde mittlerweile sogar ein Manga veröffentlicht. Der Film wurde von einem Roman adaptiert, weist aber wohl einige Unterschiede auf.

Battle Royale spielt in einem Japan der Zukunft mit hoher Arbeitslosigkeit und Gewalt unter Schülern. Um dieser entgegen zu wirken, wurde ein Gesetz (BR-Gesetzt) veranlasst. Ich muss ehrlich sagen, dass es mir nicht so ganz klar wird, wie dieses Gesetzt den Problemen entgegen wirken soll, aber es darf sich mal lieber jeder selbst ein Bild davon machen.

Das Battle Royal ist ein Spiel auf Leben und Tod. Um es nun noch besser zu sagen: Wer gewinnen will, muss alle anderen töten! Klingt lustig, stimmts? Jedes Jahr wird eine Klasse zum Battle Royale ausgewählt. Anstelle wie erwartet eine tolle Klassenfahrt zu machen, werden alle Schüler der gewählten Klasse betäubt und wachen dann in einer alten, heruntergekommenen Schule auf, die auf einer verlassenen Insel steht. Dies ist sozusagen das Spielfeld des Battle Royales und in diesem Spiel geht es, wie schon gesagt, darum jeden anderen Klassenkameraden zu töten. Dafür sind drei Tage Zeit. Wenn ein Einzelner bis dahin alle anderen umgebracht hat, gewinnt er das Spiel und darf wieder nach Hause. Sollte es keinen Gewinner geben, sterben alle noch Überlebenden indem die Halsbänder, die jeder Schüler trägt, explodieren. Desweiteren werden immer wieder Gefahrenzonen bekanntgegeben. Sollte man sich dort zu lange aufhalten, explodiert das Halsband ebenfalls. Um die anderen zu töten, erhält jeder Schüler eine Waffe per Zufall. Dies kann alles mögliche sein von einer Shotgun über eine Axt bis hin zu einem Topfdeckel. Manche Schüler haben es also nicht gerade leicht. Soviel mal zur Story.

Der Film klingt also schonmal ziemlich krank und brutal und das ist er auch. So beginnt er z.B. erst mal mit einer Szene der letzjährigen Gewinnerin des Battle Royale, die blut verschmiert, aber mit einem Lächeln vor dem Publikum steht. Anschließend sieht man den Protagonisten, der seinen Vater aufgehängt vorfindet und der Hauptteil des Films, das Battle Royale, beginnt ja erst noch. Im eigentlichen Spiel fließt und spritzt dann noch mehr Blut und auch an der psychischen Gewalt wurde nicht umbedingt gespart. Manch ein Schüler wird plötzlich zum kaltblütigen Mörder und geht förmlich auf die Jagd. Andere versuchen Verbündete zu finden, doch gerade das macht oft Probleme. So metzelt sich z.B. im Laufe des Films eine ganze Gruppe gegenseitig nieder. Manche steigen jedoch auch sofort aus dem Spiel aus - wie? - Selbstmord, eine andere Möglichkeit gibt es scheinbar nicht. Es finden sich wirklich zahlreiche Todesarten in diesem Film, seid gespannt.

Das Interessante an Battle Royale ist unter anderem die verschiedenen Reaktionen der Schüler bzw (früheren) Freunden. Manche drehen, wie bereits erwähnt, vollkommen durch, andere eben weniger. Dies macht Battle Royale zu einem wirklich sehenswerten Film, der aber auch stark umstritten ist, denn es geht nicht einfach um sinnloses Morden, wie es manch anderer Film zeigt, sondern es gibt Hintergründe dabei und die machen das ganze auch spannend und teilweise auch ziemlich traurig.

Leider muss ich hier nun auch kritisieren. Es ist eben nur ein Live Action Movie mit einer Länge von knapp zwei Stunden und da ist es schwer alles reinzupacken. Deshalb wird vieles sehr knapp gefasst und manch einer ist tot, bevor man den Charakter so richtig kennen gelernt hat. Mehr Rückblicke in das Leben davor hätte das ganze vielleicht noch spannender machen können. Dies hätte jedoch zur Folge, dass der Film enorm lang werden würde oder man sich auf weniger Charakter beschränken hätte müssen. So wie es gehandhabt wurde, sterben die Jugendlichen am laufenden Band und man wünscht sich manchmal echt, etwas mehr über den Jungen oder das Mädchen gewusst zu haben.

Ich komme deshalb zu folgendem Fazit: Es liegt eine gute Story vor und die Umsetzung ist auch nicht schlecht, aber viel zu gequetscht in die kurze Dauer des Films. Trotzdem ist Battle Royale definitiv zu empfehlen und für mich nicht nur irgendein guter Film, sondern einer, der sich wirklich von der Menge abhebt.
Was ich mir total wünschen würde, wäre eine Anime Adaption mit 12 Folgen, die wirklich die Hintergründe vieler Charaktere besser beschreiben und einige Szenen vielleicht etwas langsamer vorbei gehen lassen würde. Desweiteren würde ich ein Anime einem Live Action Movie sowieso immer vorziehen bzw würde mir eh besser gefallen (ich muss hierbei halt auch ganz klar an Higurashi no Naku Koro ni denken...mhhh :3).
Der eigentliche Roman und der Manga sollen übrigens etwas ausführlicher sein. Wer also gerne ließt, der könnte sich vielleicht auch eines dieser beiden Werke zulegen.
Kurz: Kranke, aber geile Story. Knappe, aber gute Umsetzung, Splatter, Mystery und Spannung. Ich empfehle Battle Royale definitiv weiter!


Spoiler: Battle Royal anschauen:

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